Brunnen im LauterbachtalDie Wässer der eigenen Brunnenanlagen sind so beschaffen, dass vor der Einspeisung in das Verteilungsnetz eine Aufbereitung in nur geringem Umfang notwendig ist. Regelmäßige Untersuchungen unserer Brunnenwässer bestätigen die gute Rohwasserqualität.

Das ab dem Wasserwerk in das Verteilnetz abgegebene Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass es weder Kalk abscheidet noch Kalk löst, also korrosiv wirkt. Deshalb werden alle Brunnenwässer durch eine mechanische Entsäuerung aufbereitet. Das Wasser wird dabei mit Lufteintrag über Riesler geführt, um somit überschüssige Kohlensäure aus dem Wasser zu entfernen. Der pH-Wert wird bei diesem Vorgang von etwa 6,5 auf 7,5 angehoben. Nach der Trinkwasserversordnung soll der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegen.

Wegen des umfangreichen Verteilungsnetzes wird zur vorsorglichen Desinfektion allen Brunnenwässern Chlordioxid zugegeben.

Das Wasser des Brunnen VI wird durch die Entfernung von Eisen und Mangan sowie einer teilweisen  Enthärtung weitergehend aufbereitet. Zur Entfernung von Eisen und Mangan erfolgt eine Filtration mit Quarzsand und Quarzkies.
Das Rohwasser ist mit einer Gesamthärte von etwa 3,75 mmol/l (entspricht 21 °dH) relativ hart, so dass eine Enthärtung mit einer Umkehrosmoseanlage erfolgt. Zur Vermeidung von Scaling auf den Umkehrosmosemembranen wird Phosphonsäure eingesetzt. Die vom Umweltbundesamt zugelassene Phosphonsäure kommt mit dem Trinkwasser nicht in Berührung.

Das in den Wasserwerken aufbereitete Rohwasser nennt man Reinwasser, das ebenfalls durch regelmäßige Analysen untersucht wird.

Wasserbezug vom Wahnbachtalsperrenverband

Bei dem vom Wahnbachtalsperrenverband (WTV) bezogenen Trinkwasser handelt es sich im Vergleich zu den eigenen Brunnenwässern um ein deutlich weicheres Wasser. Das Wasser des WTV stammt zum größten Teil aus der Wahnbachtalsperre. Zeitweise speist der WTV auch Wasser aus seinen beiden Grundwasserwerken „Hennefer Siegbogen“ und „Sankt Augustin-Meindorf“ mit ein.

Zur Aufbereitung dieses Wassers hat uns der WTV die hierfür zugelassenen Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2011) mitgeteilt.


 
Abschnitt
der Liste
Bezeichnung des Stoffes Verwendungszweck bei der Aufbereitung

Teil Ia

Poly-Aluminiumchlorid zur Flockung und Entfernung von Trübstoffen und Mikroorganismen

Teil Ia

Eisen-(III)-chlorid Flockung und Entfernung von Trübstoffen und Mikroorganismen bei Bedarf

Teil Ia

anionische Polacrylamide Leistungssteigerung der Flockung bei Bedarf

Teil Ia

Kaliumpermanganat ausnahmsweise zur Oxidation und Entfernung von gelöstem Mangan

Teil Ia

Natriumsulfit Reduktion v. überschüssigem Permanganat

Teil Ia

Natriumhydroxid Einstellen des pH-Wertes bei Bedarf

Teil Ia

Calciumhydroxid Einstellen von pH-Wert, Calciumgehalt und Säurekapazität

Teil Ib

Aktivkohlepulver Entfernung von organischen Spurenstoffen

Teil Ic

Chlordioxid zur Desinfektion

Teil Ic

Natriumhypochlorit ausnahmsweise zur Desinfektion

Teil II

ultraviolettes (UV) Licht Ersatz/Ergänzung zur Desinfektion