Die Härte des Wassers wird durch die gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt. Grundwasser ist naturgemäß härter als Oberflächenwasser, da es auf seinem Weg von der Erdoberfläche bis zum Grundwasserleiter verschiedene Gesteinsschichten durchfließt.

Die Aufnahme von Calcium und Magnesium über das Trinkwasser ist positiv für die Gesundheit des Menschen. Ein hartes Wasser wird jedoch nicht von allen Verbrauchern als positiv empfunden.

Gemäß § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) sind Wasserversorgungsunternehmen verpflichtet, den Verbrauchern den Härtebereich des abgegebenen Trinkwassers einmal jährlich bekannt zu geben.

Die drei Härtebereiche des Wassers:
 

Härtebereich

Millimol (mmol)(1)
Calciumcarbonat je Liter

alte Angaben in °dH(2)

weich

weniger als 1,5 mmol

weniger als 8,4 °dH

mittel

1,5 bis 2,5 mmol

8,4 bis 14 °dH

hart

mehr als 2,5 mmol

mehr als 14 °dH

(1) Mol ist die nach dem internationalen Einheitssystem übliche Maßeinheit zur Angabe der Stoffmenge. Millimol bezeichnet dementsprechend ein Tausendstel der Stoffmenge. 1 Millimol Calcium entspricht 40,08 Milligramm Calcium je Liter bzw. 5,61 °dH.
(2) °dH (Grad deutscher Härte) war die früher übliche Maßeinheit für die Wasserhärte.1 °dH entspricht 7,17 Milligramm Calcium je Liter bzw. 0,179 Millimol Calcium.